Dass Trommeln einen positiven Effekt hat, wird an der Universtität in Chemnitz seit 2009 im Rahmen des Forschungsprojekts "The Drum Beat" untersucht. Wissenschaftler um Peter Wright und Prof. Henry Schulz haben in mehreren Studien die Wirkung von Trommelklängen auf Kinder und Schüler etwa mit ADHS untersucht. Das Forschungsprojekt lief so erfolgreich, dass in Chemnitz das "House of Rocks" daraus entstanden ist, ein integrativer Treffpunkt für Kunst, Kultur und Sport. "Trommeln und Tanzen sind die einfachsten Formen der Kommunikation seit Entstehung der Menschheit und heute noch sehr verbreitet, vor allem in Afrika und Asien", sagt Wissenschaftler Peter Wright von der TU Chemnitz. Mit einem Team aus Sportmedizinern und -biologen untersuchte er die Wirkung und Effekte des Trommelns auf Fitness, Gesundheit und Verhalten.
Hierzu hatten die Forscher 27 Erwachsene und elf Kinder bei Trainingseinheiten mit zwei Trommelsticks und Gymnastikbällen getestet. Es muss nicht immer gleich eine afrikanische Trommel sein. Diese sind im Vergleich zur Anschaffung von Pezibällen teurer. Letztendlich sei es gleich, ob die Probanden auf Instrumente oder Bälle schlagen. "Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass Trommeln eine effektive Trainingsform ist. Alle gemessenen Parameter, also Herzfrequenz und Blutlaktat sowie das subjektive Belastungsgefühl, zeigen nennenswerte Anstiege", sagt Wright zu den Ergebnissen. Neben physiologischen Wirkungen fanden die Forscher heraus, dass Trommeln auch die Konzentrationsfähigkeit steigere.